Passwort: Logindaten vergessen?

Sie sind hier: Archiv > 2009 > Bericht > 06.09.Koeln


06.09.Koeln

 Cologne 226 – Saisonabschluss mit Paukenschlag

 
Am Sonntag endete das große Triathlonwochenende in Köln mit den Rennen über die Ironman-Distanz und die Halbdistanz. Am Abend gab es aus Ahlener Sicht nur strahlende Gesichter. Sechs Starterinnen und Starter über die lange Strecke und fünf Athletinnen und Athleten über die Halbdistanz, aus Ahlen war eine große Mannschaft zum Spektakel in der Rhein-Metropole aufgebrochen. Einmal mehr war es Annika Gravemeier, die eine überaus erfolgreiche Saison mit dem Sieg in ihrer Altersklasse W 20 über die Triathlon-Langstrecke krönte. 
 
Um 07:00 Uhr morgens startete das Rennen mit der 3,8 Kilometer langen Schwimmstrecke auf der Regattabahn im Fühlinger See. Bei frischen Lufttemperaturen, aber etwa 21 Grad warmen Wasser war das Schwimmen für die Ahlener kein Problem. Annika Gravemeier und Thomas Fischer waren nach knapp 1:07 h die ersten, die wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Es folgten Dennis Jörke, André Schröder, Sebastian Schröer und die für Tri As Hamm startende Dr. Meike Hoffmeister. 
 
180 Kilometer Radfahren standen nun auf dem Programm. Es wurde ein Rundkurs gefahren, der das Feld zunächst in die Innenstadt und dann aus der Stadt heraus führte. Drei mal war die teilweise windanfällige Runde zu fahren. Die Zeiten lagen zwischen 5:38 h bei Jörke und Schröer und 5:54 h bei Fischer. Damit fuhren alle Ahlener im Schnitt deutlich über 30 km/ h und waren gut unterwegs. Auf der langen Strecke gab es die ersten kleinen Schwierigkeiten. Gravemeier litt unter dem teils vorhandenem Gegenwind, bei Jörke stellten sich ab Kilometer 100 undefinierbare Härten ein. Über 50 Kilometer musste er sich quälen. „Zwischendurch dachte ich, ich müsste sterben“, sagte er bildhaft zur Beschreibung der Schwächeperiode. Anschließend ging es wieder besser. Möglicherweise hatte die Verdauung nicht richtig mitgespielt. Die Athletinnen und Athletinnen müssen den enormen Energiebedarf mit zwischendurch zugeführter Nahrung decken. Für den Körper ist auch die Energiebereitstellung während des Rennens eine Herausforderung. 
 
Beim Laufen wurden die Unterschiede letztlich größer. Die schnellste Laufzeit für den abschließenden Marathon über 42 Kilometer zeigte mit 3:48 h Sebastian Schröer. Auf den letzten Kilometern fing er auf diese Weise Dennis Jörke noch ab und wurde nach einer Gesamtzeit von 10:47:53 h schnellster Ahlener. Jörke folgte nach einer guten Minute mit einer Endzeit von 10:49:06 h. Dr. Meike Hoffmeister lief den Marathon ebenfalls noch deutlich unter vier Stunden und kam nach 11:13:30 h ins Ziel. Sie erreichte den 12. Platz in der Gesamtwertung und den dritten Rang in ihrer Alterklasse. Annika Gravemeier wurde beim Laufen zwar langsamer, hielt aber dennoch durch. Nach 11:38:35 h blieben die Uhren für sie stehen. Thomas Fischer hatte mit der Ernährung zu kämpfen und musste einige Gehpausen einlegen. Seine Endzeit von 11:40:38 h lag dennoch deutlich unter der Zielzeit von zwölf Stunden. Exakt zehn Jahre nach seinem ersten Finish bei einem Ironman absolvierte er hier seinen zweiten Triathlon über die Langdistanz. Der Erfolg entschädigte für das anstrengende Durchhalten auf der Strecke. Mit André Schröder war das Ahlener Team nach 12:30:03 h im Ziel wieder komplett. 
 
Gudrun Kraus Zweite der W 50 über die Mitteldistanz
 
Im Ziel riss sie jubelnd die Arme hoch – auch ohne das Ergebnis zu kennen. Die Ausdauersportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen zu verbinden und hintereinander ohne Pause zu absolvieren – das ist die Aufgabe, die so reizvoll scheint und immer mehr in ihren Bann zieht. Hier waren 2,5 Kilometer zu Schwimmen, 90 Kilometer Rad zu fahren und ein Halbmarathon über 21 Kilometer zu Laufen. 
 
Nach den ersten erfolgreichen Rennen der Saison entschieden Gudrun Kraus, Uschi Kemper, Caroline Kemper Reinhard Kruse und Alwin Schlesiger, sich für den halben Ironman zu melden. Viele haben vor dem Schwimmen im offenen Gewässer eine Menge Respekt, so auch Gudrun Kraus und Caroline Kemper. Kemper: „Wenn das Schwimmen nicht wäre …“ meinte Kemper zu Triathlon-Rennen überhaupt in Anspielung auf ihre (noch) langsamen Zeiten beim Schwimmen. Aber, es gehört zum Triathlon-Erlebnis dazu. Alle fünf Ahlener kamen mit den Strecken und den Verhältnissen vor Ort gut zurecht. Der Ultraläufer Alwin Schlesiger war begeistert von dem abwechslungsreichen Rennen. Er debütierte über diese Strecke und kam nach 4:53:50 h deutlich vor den anderen Ahlenern ins Ziel. Nach einer herausragenden Laufleistung folgte nach 5:26:43 h Caroline Kemper. Nur wenige Sekunden später war Reinhard Kruse nach 5:26:57 h im Ziel. Gudrun Kraus hat als einzige Schwäche das Schwimmen, nach einem sonst sehr gutem Rennen war sie nach 5:32:50 h im Ziel und hielt die Erinnerungsplakette in den Händen. Uschi Kemper finishte nach 5:44:10 h.
 
gez. Martin Schnafel

| Impressum | Kontakt | Sitemap |