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04.07. Saerbeck

04.07.2010

sdi- Ahlen/ Saerbeck. „Der Pokal ist ja älter als du“, stellten Annika Gravemeiers Vereinskollegen fest, als sie ihnen ihre Auszeichnung für den Gesamtsieg beim Saerbecker Triathlon zeigte. Und tatsächlich: Seit 1984 wandert der Pokal von Siegerin zu Siegerin. Um diese alle namentlich festhalten zu können, musste sogar ein zweiter Sockel montiert werden. Mit ihrem tollen Wettkampf hat sich nun auch Annika Gravemeier einen Platz auf dem Pokal verdient. Nach 600 Meter Schwimmen, 20 Kilometern auf dem Rad und fünf Kilometern Laufen war sie nicht nur deutlich als erste Frau im Ziel, sie hatte nach 1:06:08 Stunden auch den Großteil der fünf Minuten zuvor gestarteten Ahlener Männer eingesammelt und hinter sich gelassen. Dementsprechend groß war der Applaus, als Gravemeier bei der anschließenden Vereinsfeier zur Vereinsmeisterin gekürt wurde. Der dabei überreichte Pokal unterschied sich wesentlich von dem aus Saerbeck: Bisher steht dort nämlich nur ihr Name drauf. Schließlich hat Gravemeier den Titel nun zum fünften Mal hintereinander geholt.

Caroline Kemper, die Gravemeier in diesem Jahr schon besiegt hat, hatte auf der kurzen Distanz zu kämpfen. „Auf dem Fahrrad habe ich wohl ein Nickerchen gehalten“, meinte sie, als sie sah, dass sie fast denselben Schnitt wie bei der mehr als viermal so langen Mitteldistanz gefahren ist. Umso mehr Dampf machte sie auf der Laufstrecke, auf der nur vier Ahlener Männer schnellere Zeiten als sie absolvierten. Die 20:08 Minuten reichten dann auch, um sich in der Gesamtwertung von Rang zehn auf Rang drei zu schieben. Nach genau 1:11:00 Stunden war sie im Ziel.

Enger gestaltete sich die Vereinsmeisterschaft bei den Ahlener Männern. Sportwart Heinz Reckendrees hatte als unbeteiligter Beobachter schon vor dem Rennen einen Dreikampf vorhergesagt und sollte Recht behalten. Dabei zeigte Martin Schnafel erneut seine gute Form und stieg vor Dennis Jörke und Sebastian Schröer aufs Rad. Hier lieferte er mit 32 Minuten, in denen auch die Wechsel enthalten waren, die beste Ahlener Zeit ab und konnte auch beim Laufen noch ein paar Sekunden herausholen. Nach 1:02:03 Stunden landete er als einziger Ahlener unter den Top Ten. „Ich wollte nur die Vereinskasse schonen“, erklärte Martin Schnafel nach dem Wettkampf. Denn hätte Jörke zum dritten Mal hintereinander gewonnen, hätte ein Wanderpokal hergemusst. Nach 1:03:47 Stunden folgte Jörke, der sich aber auch noch gegen Schröer zur Wehr setzen musste. Der lief trotz seiner Zehenbruchs vor einem Monat die zweitbeste Ahlener Zeit und kam so noch einmal bis auf 31 Sekunden an Jörke heran. „Wenn das Schwimmen nur nicht wäre“, ärgerte er sich über die dort verlorene Minute.

Zum Helden außerhalb der Platzierungen wurde Reinhard Kruse, der während seines Wettkampfs noch eine Reifenpanne hatte und den Schlauch wechseln musste. So benötigte er 1:25:10 Stunden.

Weitere Ahlener Starter waren: Oliver Diecksmeier mit 1:07:31 Stunden, Bernd Schnabel mit 1:09:57 Stunden, Thomas Fischer mit 1:11:02 Stunden, Ralf Gosda mit 1:12:35 Stunden, Ralf Kläsener mit 1:13:11 Stunden, Uschi Kemper mit 1:15:14 Stunden, Gudrun Kraus mit 1:16:43 Stunden, Matthias Adloff mit 1:18:38 Stunden, Silke Diecksmeier mit 1:22:17 Stunden, Holger Horn-Angsmann mit 1:29:27 Stunden.

 

 

BUZ: Annika Gravemeier und Martin Schnafel sind die Vereinsmeister 2010 im ASC Ahlen. Foto: Silke Diecksmeier

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