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05.06. Ferropolis


Kühles Nass, hitzige Luft
 
 
Nach der Kälteschlacht im Gremminer See ging es auch
für Gudrun Kraus in die Hitze. Foto:
Nach der Kälteschlacht im Gremminer See ging es auch für Gudrun Kraus in die Hitze. Foto:
(Silke Diecksmeier)
 
Ahlen/Ferropolis - „Und in acht Wochen sollen wir das Doppelte bewältigen?“ Nach der Mittel-Distanz in Ferropolis waren die Triathleten des ASC Ahlen zunächst ganz schön verunsichert. 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer auf dem Rad und 21,1 Kilometer Laufen hatten sie am Wochenende als Vorbereitung auf ihre diesjährige Lang-Distanz hinter sich gebracht. Bei der werden alle Streckenabschnitte noch einmal verdoppelt.

Dabei hatte das Quintett schwierige Bedingungen. Der Gremminer See war nach der Schlechtwetterperiode der vergangenen Wochen noch extrem kalt, auf der Laufstrecke folgten dafür Temperaturen über 30 Grad. Damit kam Caroline Kemper am besten zurecht. Sie erreichte den dritten Platz in ihrer Altersklasse. Zwar kam sie als letzte Ahlenerin aus dem Wasser (42:18 Minuten), aber schon mit einem tollen Wechsel hatte sie zwei ihrer Trainingskolleginnen hinter sich gelassen. Auf dem Rad zeigte sie eine souveräne Leistung (2:50:39 Stunden) und toppte dies noch einmal in ihrer Paradedisziplin, dem Laufen. Scheinbar ohne Ermüdung zog sie ihre Runden und absolvierte den Halbmarathon nach 1:41:55 Stunden in der viertbesten Zeit im gesamten Frauenfeld. Mit einer Gesamtzeit von 5:20:03 Stunden war sie schnellste Ahlener Starterin und gewann sogar das Fernduell mit dem einzigen männlichen Ahlener Starter Dennis Jörke.

Dem machte die Hitze stark zu schaffen. Nach dem Schwimmen (35:14 Minuten) und dem Radfahren (2:34:21 Stunden) war er noch gut im Rennen, doch nach etwa der Hälfte der Laufstrecke kam der Einbruch. Zeitweise musste der Ahlener lange Strecken des Wendepunkt-Parcours gehen und kämpfte sich mit einer Gesamtzeit von 5:23:36 Stunden ins Ziel.

Nur wenige Sekunden langsamer war seine Freundin Annika Gravemeier, und das obwohl sie durch einen Rad-Defekt viel Zeit verloren hatte. Nach dem Schwimmen (33:15 Minuten) lag sie im internen Ahlener Duell vorn und zeigte zunächst auch auf dem Rad eine ansprechende Leistung. Doch in der zweiten Runde löste sich ihr Sattel. „Ich wusste, den bekomme ich nicht wieder fest“, sagte sie im Ziel. So versuchte sie es zeitweise im Wiegeschritt, zeitweise klemmte sie den Sattel mit ihrer Beinmuskulatur fest, bis sie am Ende der zweiten Runde Hilfe von ihren Begleitern bekam. Die befestigten den Sattel notdürftig mit Kabel-Bindern. Trotzdem lieferte Gravemeier eine ansprechende Rad-Zeit ab (2:52:57 Stunden) und setzte ihre gute Leistung im Laufen fort. Nach 5:23:44 Stunden lief sie ins Ziel.

Kämpfen musste Gudrun Kraus, die sich eine Woche zuvor an der Achillessehne verletzt hatte. Beim Schwimmen (41:55 Minuten) und auf dem Rad (2:55:25 Stunden) störte sie das noch nicht, aber beim Laufen behinderten sie die Schmerzen sehr. Mit unrundem Schritt, teilweise sogar humpelnd, kämpfte sie sich durch die vier Runden und erreichte das Ziel nach 5:57:05 Stunden.

Kurz vor dem Ende wurde sie noch von ihrer Trainingskollegin Ursula Kemper überholt, die auf den letzten Laufkilometern noch einmal die zweite Luft bekam. Nach dem Schwimmen (41:31 Minuten) und dem Wechsel waren sie zwar gemeinsam auf die Radstrecke gegangen, doch dort verlor Kemper erwartungsgemäß einige Minuten (3:08:08 Stunden). Auf der Laufstrecke gewann sie diese allerdings nach und nach wieder und erreichte das Ziel nach 5:55:35 Stunden.
 

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