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05.09. Köln

-sdi- Köln/ Ahlen. Mit drei erfolgreichen Premieren beendeten die Athleten des ASC Ahlen das Kölner Triathlon-Wochenende rund um den Cologne 226. Dabei dürfen sich vier von ihnen nun auch Vizeweltmeister nennen.

„Sie sind alles andere, als was sie sich hier bezeichnen – die Bratwürste“, rief auch der Sprecher bei der Siegerehrung zum Staffel-Quadrathlon und das Ahlener Team, bestehend aus Bernhard Schnabel, Dieter Seidel, Volker Rohden und Daniel Mesken, konnte sich bei dieser Anspielung auf ihren Teamnamen das Grinsen nicht verkneifen. Schließlich war die Teilnahme als reine Juxveranstaltung geplant. Dass sie dann aber nach 7:13:05 Stunden den zweiten Platz einheimsten, war das Resultat vier starker Einzelleistungen. Begonnen hatte Bernhard Schnabel mit fünf Kilometer Schwimmen auf der Regattabahn des Fühlinger Sees. Nach 1:13:01 Stunden stieg er aus dem Wasser, nur einen Profi musste der Ahlener ziehen lassen. Auch Dieter Seidel wurde der plötzlichen Mitfavoritenrolle gerecht. Der Telgter hatte in seiner Jugend viel Zeit im Kajak verbracht und konnte dieser Routine auch noch nach Jahrzehnten ausspielen. Nach 2:08:05 Stunden hatte er die 21 Kilometer hinter sich gebracht, um auf Volker Rohden zu übergeben, dem 90 Kilometer auf dem Rad bevorstanden. Der hatte dann auch Probleme mit den guten Vorleistungen seiner Kollegen. „Die Kampfrichter haben am Wechselpunkt noch gar nicht mit uns gerechnet“, sagte er nach der Veranstaltung. Nur mit dem Blick auf den Tacho konnte er dann auch erahnen, wo dieser sein musste. Kurz nachgefragt und wieder zurück. Im Gegensatz zu so manchem Konkurrenten hatte er allerdings nur zwei Kilometer zu viel zurückgelegt und übergab nach weiteren 2:23:36 Stunden. Daniel Mesken ging dann als Dritter auf die Halbmarathonstrecke. „Wir hatten zehn Minuten Rückstand. Da haben wir nicht mehr dran geglaubt, dass nach vorne noch etwas geht“, nannte er die Ausgangsposition. Doch die Diskrepanz zwischen den beiden Schlussläufern war so eklatant, dass Mesken sich immer weiter nach vorne schob. Mit einer guten Zeit von 1:25:57 Stunden erkämpfte er für sein Team den zweiten Platz in der Staffelwertung.  

Ganz allein bewältigte Gudrun Kraus die größte Herausforderung ihrer bisherigen Triathlon-Karriere. Sie ging an den Start der Langdistanz, dessen 226 Kilometer, aufgeteilt in 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad und 42,2 Kilometer Laufen, namensgebend für die Veranstaltung ist. „Nach dem Schwimmen habe ich nicht geglaubt, dass das etwas wird“, gab sie nach dem Zieleinlauf zu. Nach 1:32:48 Stunden war sie aus dem Wasser, einige Minuten später als sie sich vorgenommen hatte. Doch auf dem Rad spielte die Sendenhorsterin ihre ganze Erfahrung aus. „Mir ist schon nach drei Metern der Tacho ausgefallen“, sagte sie. Weder Kilometer- noch Geschwindigkeitsangaben wusste sie damit mit Sicherheit. „Ich habe dann angefangen, im Kopf zu rechnen“, sagte die Grundschullehrerin, die so erst auf der letzten der vier Radrunden merkte, wie schnell sie eigentlich unterwegs war. 6:13:51 Stunden benötigte sie für die 180 Kilometer und hatte damit die Schwimmzeit wieder um einiges gut gemacht. Und auch auf der Laufstrecke zeigte die Altersklassenathletin ein souveränes Rennen. Am Rhein entlang spulte sie ihr Tempo Kilometer für Kilometer herunter und ließ sich auch von Magenproblemen nicht bremsen. Nach 12:23:16 Stunden finishte sie mit einer tollen Zeit und wurde zudem Zweite in der Altersklasse W50.

Die Hälfte der Distanz hatte sich Marc Dahmen vorgenommen, ebenfalls zum ersten Mal. Dabei kam der Dolberger Athlet planmäßig nach 38:41 Minuten aus dem Wasser, wo er 1,9 Kilometer hinter sich gebracht hatte. Auch auf der 90-Kilometer-Radstrecke zeigte er eine tolle Leistung, wenn er hier auch schon mit Magenproblemen zu kämpfen hatte. Nach 2:38:55 Stunden war er wieder in der Wechselzone angekommen. Auf der Halbmarathonstrecke kam dann allerdings der Bruch. Durch die Magenprobleme hatte er schon auf dem Rad keine Nahrung mehr zu sich genommen, was sich beim Laufen rächte. Zudem quälten den noch jungen Athleten Rückenprobleme. So benötigte er für den abschließenden Halbmarathon 1:50:51 Stunden und finishte nach 5:17:15 Stunden.

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