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08.05. 7. Ahlener Läuferabend
Wettkampfbüro stößt an seine Grenzen
Ahlen - Der Drucker war am Samstagabend genauso heiß gelaufen wie die Athleten selbst. Der neue Teilnehmerrekord beim 7. Ahlener Läuferabend im Sportpark Nord hatte ihn maßlos überfordert und so mussten die Langstreckler am Ende des Tages ohne Urkunde nach Hause fahren. Nicht, dass es ihre Leistung nicht wert gewesen wäre, doch die über 300 Starts hatten die Maschine an den Rand ihrer Kräfte gebracht.
Das galt nicht nur für den überforderten Drucker im Wettkampfbüro, auch die menschlichen Helfer waren mehr als ausgelastet. „Das muss im nächsten Jahr erweitert werden“, signalisierte Mitorganisator Sven Becker von der LG Ahlen bereits wenige Minuten nach Ende der Veranstaltung Handlungsbedarf.
Dennoch waren er und die anderen Organisatoren sehr zufrieden mit dem Wettkampftag. Auch die integrierten kleinen Kreismeisterschaften im Speerwurf, Diskuswurf, Dreisprung, im Hürdensprint und über die 200 Meter erlebten die erhoffte Aufwertung. Für so manchen Athleten war das Teilnehmerfeld in diesen Disziplinen schon zu groß, was aber auch daran lag, dass das Wetter die Teilnehmer schnell auskühlen ließ. Die Ahlener Teilnehmer ließen sich davon allerdings nicht ausbremsen und zeigten neben ihrer Geschwindigkeit auch ihre technischen Fertigkeiten. Mark Wiese erzielte mit 38,34 Metern im Speerwurf seinen ersten Kreismeistertitel nach 23 Jahren, wie er nach einer kleinen Gedankenpause zugab. Und der Nachwuchs eiferte ihm nach: Chantal Maack überzeugte in der W 15 sowohl mit dem Diskus als auch mit dem Speer. Ihre zwei Jahre jüngere Schwester Loraine ließ den Speer ebenso erfolgreich fliegen und steuerte zu den insgesamt acht Wurftiteln der LG Ahlen einen bei. Die anderen erreichte der männliche Nachwuchs: Linus Kielhorn, Johannes Wöste und Daniel Schräder.
Doch über den Ausflug in die technischen Disziplinen in der Leichtathletik vergaßen die Sportler nicht ihre Schnelligkeit. LG-Neuzugang Grit Fröhlich zeigte trotz Trainingsrückstands passable Leistungen auf den 100 Meter Hürden (17,68 Sekunden) und der gleich langen Flachsstrecke (13,34 Sekunden) und quälte sich anschließend in Mehrkämpferinnenmanier noch über die 800 Meter (2:54,28 Minuten). Das machten ihr die jüngeren Trainingskolleginnen gerne nach. Joana Kielhorn benötigte für die Hürdendistanz lediglich 15,32 Sekunden und gewann damit den Lauf der weiblichen Jugend B. Über die Flachsstrecke war sie sogar schon nach 12,68 Sekunden im Ziel. Am Ende machte sie den Sprint-Hattrick perfekt und lieferte auch auf den 200 Metern eine gute Zeit ab. Bedrängt von einer Beckumer Konkurrentin lief sie die halbe Runde in 26,40 Sekunden.
Auch Carina Thiele nutzte drei Starts für drei Siege. In der gut besetzten W13 gewann sie zunächst souverän die 60 Meter Hürden. Nach 10,50 Sekunden passierte sie die Ziellinie mit einem Vorsprung von über einer Sekunde. Anschließend gewann sie auch die 75 Meter, bei denen sie der Zweitplatzierten erneut acht Zehntelsekunden abnahm. Hier stoppten die Uhren nach 10,24 Sekunden. Nach den beiden Sprints war sich Thiele aber auch für die Mittelstrecke nicht zu schade. Die 800 Meter gewann sie knapp mit einer Zeit von 2:56,55 Minuten.
Souveräner wirkte da der Mittelstreckensieg von Felicitas Breer. Unbedrängt drehte die Ahlenerin ihre fünf Runden und gewann die 2000 Meter in 7:31,15 Minuten.
Quelle: Ahlener Zeitung
