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18.07. Ironmen Roth
Alwin Schlesiger finished in Roth
Der Ausdauerspezialist Alwin Schlesiger ist um eine Erfahrung reicher. Am letzten Sonntag startete er beim Klassiker im fränkischen Roth – seine erste Triathlon-Langdistanz. Bei seinem Debüt schaffte der ASC-Athlet gleich eine gute Zeit, 10:23:37 Stunden.
Im Ziel war er mit der erreichten Zeit sehr zufrieden. „Ich hatte es mir noch schwieriger vorgestellt“ sagte er, dabei war der Respekt vor der Strecke noch zu spüren. „Es ist schon ein Hammer, mit so müden Beinen noch einen Marathon zu laufen“, sagte der durch viele verschiedene Ultra- und Bergläufe erfahrene Schlesiger.
Am Morgen hatte der Tag um 03.30 Uhr begonnen. Eine kleine Runde an der frischen Luft, 04.00 Uhr wurde gefrühstückt. Vor einem so langen Wettkampf ist die Anspannung spürbar. Nach einem kleinen Frühstück ging es in die wenige Kilometer entfernte Wechselzone. Das extra für dieses Rennen noch aufgerüstete Rad hatte Schlesiger schon am Samstag dort abgestellt – eine Auflage des Veranstalters. Das Rad und der dazu gehörige Helm waren auf ihre Verkehrssicherheit überprüft worden. Jetzt wurde alles noch einmal durchgesehen, die Wettkampfverpflegung verstaut, dann konnte es losgehen. 06.00 Uhr starteten die Profis, anschließend in mehrere Startgruppen die Altersklassenathleten. 06.50 Uhr ging es endlich los. Mit dem Startschuß löste sich die Anspannung. 1:14:29 Stunden benötigte Schlesiger für die 3,8 Kilometer lange Auftaktdisziplin im Main-Donau-Kanal. „Da hätte ich eigentlich gedacht, ich wäre etwas schneller, schließlich hatte ich Schwimmen gut trainiert“, meinte Schlesiger später. Wer weiß, wofür es gut war, so ging es nach einem zügigen Wechsel zum Anlegen der Radkleidung auf dem Fahrrad weiter.
180 Kilometer waren nun zu fahren, ohne Windschatten. Die Bedingungen waren klasse. Durch starken Regen am Vortag hatte es sich deutlich abgekühlt. Die Luftfeuchtigkeit war zwar noch immer hoch, aber die Hitze nicht mehr so extrem wie zuletzt. Schlesiger sollte seine Zielzeit fast erreichen. Er hatte auf etwa 5:30 Stunden gehofft. Tatsächlich wurden es 5:33:59 Stunden auf dem Rad. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag damit bei gut 32 km/ h. Und das zur „Vorbereitung“ auf den abschließenden Marathonlauf.
Bei prächtiger Stimmung an der Strecke ging es an die Paradedisziplin des inzwischen bei Gmund am Tegernsee lebenden Westfalen. Schlesiger legte einen schnellen Wechsel hin. Das Fahrrad wurde in der Wechselzone in Roth von Helfern abgenommen, er griff sich seinen Kleiderbeutel und zog die Laufschuhe im Umkleidezelt über. Für den Wechsel benötigte er gerade mal etwas über zwei Minuten. 42,195 Kilometer waren nun zu laufen, hauptsächlich am Main-Donau-Kanal. Die Strecke ist im Wesentlichen flach. Sie zieht sich aber, Kilometer um Kilometer auf den Splitwegen neben dem Kanal. Schlesiger begann sehr schnell und versetzte seine Begleiter in Erstaunen. Durch Disziplin kam er seinem Fahrplan immer näher. Später lief er jeden Kilometer in etwa fünf Minuten. Hier spielte er seine großen Erfahrungen durch die 100-Kilometer-Läufe aus. „Ich habe eindeutig von den Ultra-Läufen profitiert“, sagte er, „viele andere konnten ihr Tempo nicht halten und hatten ganz offensichtlich dicke Beine“, meinte er. Am Ende waren es starke 3:28:36 Stunden für den Marathon und ein tolles Finish im eigens dafür errichteten Stadion. Schlesiger und seine Begleiter blieben noch lange dort, um die anderen Finisher zu begrüßen und die Stimmung mitzunehmen. Mit einem Feuerwerk endete am späten Abend der Langtriathlon mit der wohl größten Tradition in Deutschland, bis dahin wurden im Ziel 3.134 Einzelstarter und Staffeln gezählt.