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25.04 Hermannslauf

Kemper staunt Bauklötze
 
 
Mit
geballter Laufkraft in Ostwestfalen unterwegs: Auch diesmal nahmen
wieder etliche Sportler aus Ahlen am Hermannslauf teil.
Mit geballter Laufkraft in Ostwestfalen unterwegs: Auch diesmal nahmen wieder etliche Sportler aus Ahlen am Hermannslauf teil.
 
Bielefeld/Ahlen - Die Überraschung war groß, als Caroline Kemper am vergangenen Sonntag ihren Namen bei der Siegerehrung des 39. Hermannslaufs hörte. Mit ihrer Leistung über die 31,1 sehr anspruchsvollen Kilometer vom Hermannsdenkmal in Detmold bis zur Sparrenburg in Bielefeld war die Läuferin der Spielvereinigung Dolberg zwar überaus zufrieden, doch mit einem Podestplatz in der weiblichen Hauptklasse hatte die 25-Jährige dennoch nicht gerechnet. Schließlich hatte sie ihre Bestzeit aus dem vorigen Jahr gerade einmal um zwei Minuten verbessert, und in 2009 hatte es „lediglich“ zum neunten Rang gereicht. Doch viele der über 7000 Läufer - darunter auch viele Ahlener - mussten am Sonntag der plötzlichen Hitze Tribut zollen.

Eine lange Leidensperiode durchlebte Otto Kuhn. Im Ziel angekommen, war seine erste Frage: „Wo kann man sich hier massieren lassen?“ Kilometerlang hatte er mit Krämpfen zu kämpfen, marschierte lange Passagen, statt zu laufen. Das Ergebnis des M70-Läufers ist trotzdem aller Ehren wert: Mit 3:29:52 Stunden verpasste er seine Zeit aus 2008 zwar um eine knappe halbe Stunde, dennoch reichte es zu einer Platzierung in den Top Ten seiner Altersklasse. Die schien am Sonntag für die Sendenhorster Fraktion der LG Ahlen reserviert: Auch Gudrun Kraus konnte sich als Zehnte in der W50 platzieren. Dabei bewegte sie sich fast exakt auf Vorjahresniveau. Mit 2:53:31 Stunden knackte sie ihre persönliche Bestzeit auf dieser Strecke um immerhin 13 Sekunden.

Ein optimales Rennen lieferte Martin Schnafel ab. Der Vereinsvorsitzende des ASC Ahlen startete dabei als einer der wenigen heimischen Läufer aus Startblock B und damit bis zu fünf Minuten hinter seinen Vereinskollegen - eine Tatsache, die sich nachher sogar als Vorteil herausstellte. „Ich hatte am Anfang wirklich meine Ruhe“, resümierte er nach dem Rennen. So wurde er im Startgedränge nicht von langsameren Läufern gebremst und fand schnell seinen eigenen Rhythmus. Der führte ihn schließlich auch an die anderen Ahlener Läufer heran, die er einen nach dem anderen stehen ließ. Schließlich verbuchte er mit 2:24:16 Stunden die schnellste Ahlener Zeit und scheiterte nur um fünf Sekunden an seiner Bestzeit aus 2007. „Schade, damit habe ich mich wohl im nächsten Jahr wieder für den Startblock A qualifiziert“, scherzte er auf der Heimfahrt.

Aus diesem startete auch Sebastian Schroer, der erneut seine gute Laufform in diesem Jahr unter Beweis stellte. Mit 2:27:09 Stunden verbuchte er abermals eine persönliche Bestzeit und war neben Schnafel der einzige Starter aus den Ahlener Vereinen, der die 2:30-Stunden-Marke knackte. Knapp daran scheiterte sein Trainingskollege Dennis Jörke. Er erreichte das Ziel bei seinem ersten Hermannslauf nach 2:30:49 Stunden. Oliver Diecksmeier beendete sein Debüt ähnlich erfolgreich: Er kam nach 2:34:48 Stunden ins Ziel.
 

VON SILKE DIECKSMEIER

Quelle: Ahlener Zeitung

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