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29.08. Riesenbecker Triathlon

Ahlen, 30.08.2010

  

28. Riesenbecker Triathlon zog Ahlener in seinen Bann

Ahlen bewegt sich, so kann man die zahlreiche Beteiligung aus Ahlen beim diesjährigen Riesenbecker Triathlon bezeichnen. Dabei gab es sehenswerte Ergebnisse: Martin Schnafel erreichte bei seinem 100. Start bei einem Triathlon den vierten Platz und gleichzeitig den Sieg in der Altersklasse 45. Neben einigen anderen Aktiven waren aus Ahlen gleich sieben Staffeln gemeldet, die sich die Streckenabschnitte teilten.

„Das war für mich ein gelungenes Jubiläum“ freute sich ASC-Triathlet Martin Schnafel über sein Top-Ergebnis. Seit 1993 hat er 100 Triathlons absolviert, von der Volks- bis zur Ironmandistanz. „Dazu noch ein paar Staffeln, die habe ich aber hier nicht mitgezählt“, so Schnafel.

Die olympische Distanz wurde in Riesenbeck zuerst gestartet. 1500 Meter waren zu Schwimmen. Als Zwölfter kam Schnafel als erster Ahlener wieder an Land und wechselte zügig aufs Rad. Es folgte Sebastian Schröer. Silke und Oliver Diecksmeier wagten sich erstmals an die längere olympische Distanz. Sie waren im kühlen See ohne schützenden Neoprenanzug unterwegs und am Ende des Schwimmens ziemlich durchgefroren.

Schnafel wechselte schnell und überholte dabei die ersten Mitstreiter. Mit einem Durchschnitt von 38 km/ h legte er die knapp 45 Kilometer zurück. Für ihn setzte der Regen auf den letzten Metern ein, alle anderen bekamen einen oder sogar mehrere kräftige Regengüsse ab. „Dabei war mir dann noch kälter als beim Schwimmen“, sagte Silke Diecksmeier später. Der böige Wind und der Regen forderte von den Athleten höchste Konzentration und viel Kraft.

Schnafel hatte indes Plätze gut gemacht und ging als Sechster auf die Laufstrecke. Hier lief er ein starkes Rennen über die abschließenden zehn Kilometer. Nach 38:50 Minuten lief er als Vierter der Gesamtwertung mit einer Gesamtzeit von 2:14:25 Stunden über den Zielstrich. Schneller sollte aus Ahlener Sicht über die zehn Kilometer nur noch Daniel Mesken laufen, der für seine Staffel 38:23 Minuten lief. Sebastian Schröer spulte ein gleichmäßiges Rennen ab. Er benötigte 2:22:42 Stunden, am Ende fehlte ihm eine gute halbe Minute für einen Platz aufs Altersklassenpodium.

Die Debütanten schlugen sich wacker: Vor allem mit soliden Leistungen auf dem Rad und beim abschließenden Lauf erreichte Oliver Diecksmeier nach sehr ordentlichen 2:36:40 Stunden das Ziel. Silke Diecksmeier kam nach 3:14:23 Stunden ins Ziel. Sie war glücklich, trotz der widrigen Bedingungen die erste olympische Distanz gefinisht zu haben. „Es war schon sehr kalt. Aber wir können uns das Wetter nicht aussuchen, so ist es eben“, konnte sie im Ziel schon wieder schmunzeln.

Staffeln im Triathlon bedeuten echtes Mannschaftserlebnis, manchmal für die ganze Familie

Gleich sieben Staffeln aus Ahlen, jede mit drei Startern, das war auch für alte Triathlonfüchse neu. Über 700 Meter Schwimmen, 33 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen war das Rennen ausgeschrieben, und die einzelnen Disziplinen in dieser Reihenfolge zu absolvieren. Als Staffelstab diente dabei der elektronische Chip, mit dem die Zeit gemessen wird. Am Start waren einige echte Ironman, aber auch Hobbysportler und solche, die einfach mal Triathlonluft schnuppern wollten. Die erste Prüfung war, sich in das kalte Wasser des Sees zu trauen und ihn einmal zu durchschwimmen. Den Radfahrern ging es nicht viel besser, Wind und starker Regen setzte den Athleten zu. Am Ende waren sie genauso nass und kalt wie die Schwimmer. Die Läufer dürfte das Wetter am wenigsten gestört haben. Die schnellste Staffel mit Dennis Jörke, Spezialradfahrer Matthias Brehe und Marc Dahmen benötigte nur 1:45:14 Stunden und wurde damit Vierte von insgesamt 62 Staffeln im Ziel. Dabei gelang Jörke die schnellste Schwimmzeit aus Ahlener Sicht, Brehe die mit Abstand schnellste Radzeit und Dahmen mit 38:57 Minuten die zweitschnellste Laufzeit. Nur Daniel Mesken lief für seine Staffel 38:23 Minuten und damit noch etwas schneller. Seine Mannschaft war mit dem starken Thomas Fischer im Wasser und Routinier Heinz Reckendrees nach 1:48:36 Stunden im Ziel, auf einem guten siebten Rang.

Dann kam Familie Tripp. In Ahlen kein unbekannter Name. Die Geschwister Christina, Norbert und Jochen starteten in der genannten Reihenfolge. Nach 2:01:04 Stunden blieben die Uhren im Ziel stehen. Nur kurze Zeit später folgten nach 2:02:33 Stunden Anna Hoffbauer, Mike Mersmann und André Korte. Unter dem Namen „Die flotten Drei“ starteten Claudia Freyberg, Eckhard Wittenbrink und André Schröder. Sie benötigten 2:06:36 Stunden. Auf ungewohntes Terrain begab sich die eigentliche Läuferin Grit Grahl, als sie ihre Staffel vom Lauftreff Dolberg ins Rennen führte. André Dahmen „radelte ein bisschen“ wie er schon vor dem Start meinte, Peter Wagener brachte die Staffel nach 2:11:37 Stunden ins Ziel. Nach 2:17:03 Stunden waren alle Ahlener Staffeln im Ziel. Die siebte Staffel mit Anne Driller beim Schwimmen, Marita Brehe auf dem Rad, da ist der Name Programm, und Sabine Dahmen hatte es geschafft und bekam das begehrte Finisher-Shirt.

 

Claudia Freyberg, Martin Schnafel, Silke Diecksmeier, Oliver Diecksmeier, Sebastian Schröer, Heinz Reckendrees, Daniel Mesken, Thomas Fischer, André Schröder mit Sohn, Marc Dahmen, Dennis Jörke, Matthias Brehe.

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