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11./12.06. Ferropolis
-sdi- Ahlen/ Gräfenhainichen. War es im vergangenen Jahr die Sonne, die den Ahlenern beim Ferropolis-Triathlon in Gräfenheinichen das Leben schwer machte, so war es in diesem Jahr der Wind. Mit sieben Athleten reiste der ASC Ahlen nach Sachsen-Anhalt, um sich auf der Halbdistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen) sowie auf der Kurzdistanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen) zu messen.
Als erstes stieg am Samstag Oliver Diecksmeier in den Gremminer See. Für ihn stand die erste Halbdistanz seiner noch kurzen Triathlonkarriere auf dem Programm. Die Schwimmstrecke verlängerte er durch Orientierungslosigkeit im Wasser selbsttätig und benötigte so 39:09 Minuten. Auf dem Rad legte er furios los, bremste sein Tempo aber vorsichtshalber nach der ersten der drei zu fahrenden Runden, so dass am Ende ein Schnitt von knapp 35 Stundenkilometern zu Buche stand. Die abschließende Halbmarathonstrecke, lief er noch in 1:38:16 Stunden und knackte so seine Traumzeit von fünf Stunden. Nach 4:58:29 Stunden war er im Ziel.
Für Annika Gravemeier stellte die Halbdistanz einen Test für ihren Ironman-Start in Frankfurt dar. Umso verunsicherter wirkte sie, als sie nach 5:19:13 Stunden die Vorjahreszeit nur um wenige Minuten verbessert hatte, obwohl sie im vergangenen Jahr noch von einem Sattelbruch aufgehalten wurde. Erst als die schweren Bedingungen Revue passieren ließ, wirkte sie zufriedener. Schon im Wasser kämpfte die erfahrene Triathletin mit dem Wellengang (36:22 Minuten). Auf dem Rad schien der Wind aus allen Richtungen zu wehen und frischte zwischendurch noch auf. Dazu kamen starke Regenschauer. So blieb Gravemeier in ihrer Paradedisziplin mit einem knappen 33er-Schnitt hinter ihren Erwartungen zurück. Auf der abschließenden Halbmarathonstrecke fand sie dann erst in der letzten der vier zu laufenden Runden ihren Rhythmus und benötigte 1:54:16 Stunden. Trotzdem erreichte sie den 5. Gesamtplatz und Rang zwei in der Altersklasse.
Das Ehepaar Gudrun und Jürgen Kraus teilte sich die Halbdistanz. Gudrun Kraus quälte sich 44:41 Minuten durch das Wasser und hatte danach mit Schwindelanfällen zu kämpfen. Trotzdem setzte sie sich aufs Rad und nahm die 90 Kilometer in Angriff. Nach 3:44:20 Stunden übergab sie an ihren Mann. Der Athlet mit dem laut Zuschauern „schönsten Laufstil auf dem Parcours“ lief den Halbmarathon in 1:36:21 Stunden und machte damit den fünften Platz in der Staffelwertung perfekt.
Pfingstsonntag war der Tag für Dennis Jörke, Ursula Kemper und Silke Diecksmeier gekommen. Sie starteten auf der Kurzdistanz. Dabei verpasste Jörke nur knapp die Top Ten. Nach einem ansprechenden Schwimmen (27:08 Minuten) setzte er auf dem Rad noch einen Schnitt von 36 Stundenkilometern drauf. Auf der Laufstrecke allerdings bekam er Probleme. Schon bei Kilometer vier blockierte seine Wade und er konnte nur noch humpeln. Nach 2:23:57 Stunden wurde er Elfter der Gesamtwertung und Vierter der Altersklasse. Ein tolles Rennen absolvierte Ursula Kemper. Nach einer famosen Schwimmleistung (32:11 Minuten) konnte sie ihre gute Form auf dem Rad mit einem Schnitt über 31 Stundenkilometern noch einmal unter Beweis stellen. Und auch auf der Laufstrecke musste sie sich nicht verstecken. Nach 2:47:33 Stunden landete sie auf Rang fünf und holte den einzigen Altersklassensieg der Ahlener. Ihre Vereinskollegin Silke Diecksmeier, die mit einem starken Schwimmen (30:42 Minuten) aufgetrumpft hatte, überholte sie nach 15 Kilometern auf dem Rad. Ab da verlor Diecksmeier stetig. Beim Laufen jedoch konnte sie wieder Plätze gut machen und wurde schließlich nach 2:54:18 Stunden Sechste und Zweite ihrer Altersklasse.
Bericht: Silke Diecksmeier Bilder