Passwort: Logindaten vergessen?

Sie sind hier: Archiv > 2011 > Berichte > 15.05. Haldenlauf


15.05. Haldenlauf

Orientierung gefragt

 
 
Mit Ulrike Gunnemann (links) und Meike Hoffmeister (rechts) platzierten sich gleich zwei Ahlenerinnen auf dem Podest. Claudia Nachtwey (Mitte) konnten sie allerdings nicht das Wasser reichen.
Mit Ulrike Gunnemann (links) und Meike Hoffmeister (rechts) platzierten sich gleich zwei Ahlenerinnen auf dem Podest. Claudia Nachtwey (Mitte) konnten sie allerdings nicht das Wasser reichen.
 
Ahlen - „Nicht nur schnell laufen, sondern auch richtig“, grinste Philipp Kaldewei vom LV Oelde nach der Siegerehrung beim 9. Stadtteil- und Haldenlauf am Sonntag. Spätestens da wusste der Dauersieger im Sportkreis Beckum, warum er dieses Mal über die Distanz von elf Kilometern fast sieben Minuten auf den Zweitplatzierten Christof Marquardt (TV Flerke) gut gemacht hatte. Der hatte den führenden Kaldewei am Fuß der Osthalde, die es nach etwa drei Kilometern zu erklimmen gilt, schon nicht mehr gesehen und prompt den falschen Weg eingeschlagen. Grund war ein fehlendes Flatterband, das den Läufern eigentlich den Weg hätte weisen sollen.

 

So gestaltete sich der Lauf, der in den Vorjahren immer durch eine gute Organisation aufgefallen ist, für viele zum Orientierungslauf. Denn Marquardt war nicht der Einzige, der die falsche Richtung einschlug. Manche nahmen ganz neue Wege hoch zum Gipfel, andere merkten nach einer Weile, dass sie falsch liefen und fanden, nachdem sie umgekehrt waren, zurück auf die eigentliche Strecke.

 

Im Vorteil waren die, die den Weg kannten, so wie Philipp Kaldewei, der schon in den Vorjahren häufig den Haldenlauf für sich entschieden hatte. „Es war schwierig, den Einstieg auf die Halde zu finden“, gab aber auch er zu, als er nach 37:23 Minuten im Ziel ankam. Von dem Chaos, das hinter ihm entstand, bekam er derweil gar nichts mit.

 

Betroffen war auch Daniel Mesken, der als schnellster Ahlener die Halde bezwang. Nach 47:43 Minuten kam er als Siebter ins Ziel.

 

Noch erfolgreicher waren die Ahlener Frauen. Ulrike Gunnemann trat trotz Schmerzen im Fuß an und absolvierte ein gutes Rennen. Lediglich Claudia Nachtwey (TV Werne) konnte sie nicht halten. Sie gewann den Lauf in 49:31 Minuten. Gunnemann folgte nach 51:04 Minuten als Zweite. Weitere zehn Sekunden später kam die Ahlenerin Meike Hoffmeister im Trikot der Tri-As Hamm ins Ziel auf dem Glückaufplatz. Sie zeigte sich hochzufrieden mit ihrem dritten Platz in der Frauen-Gesamtwertung und war auch wegen der Streckenkomplikationen nicht verärgert. „Es war trotzdem ein sehr schöner Lauf“, sagte sie versöhnlich.

 

„Wir haben die Strecke gestern Nachmittag abgesperrt“, entschuldigte sich Mitorganisator Hermann Huerkamp vom Stadtteilbüro Süd/Ost öffentlich bei den Läufern. Wer das Flatterband durchtrennt habe und wann, sei nicht mehr nachzuvollziehen. Er kündigte beim nächsten Mal bessere Kon-trollen an und bot an, die Startgelder für die Elf-Kilometer-Läufer zurückzuzahlen. Nur wenige machten von diesem Angebot Gebrauch.

 

„Wir wissen ja gar nicht, wann das Flatterband durchtrennt wurde“, meinte Mitorganisator Mathias Schwenke und verwies auf weitere Streckenposten, die das Problem zu hundert Prozent lösen würden. Doch auch die sind nicht fehlerfrei, wie Regina Tank feststellen musste. Die Dortmunder Athletin wollte eigentlich auch elf Kilometer laufen, wurde aber bereits vor dem Anstieg zur Halde auf die Sieben-Kilometer-Strecke gelotst. Was sie zunächst ärgerte, entpuppte sich später als Glücksfall. Denn diesen Lauf, der zeitgleich mit den elf Kilometern gestartet war, gewann sie nach 32:15 Minuten. Karin Wallrafen aus Lippetal und Ricarda Breer aus Ahlen komplettierten das Podest nach 33:14 Minuten und 34:57 Minuten.

 

Einen Doppelsieg auf dieser Strecke errangen die Männer von den Road Runners Ahlen. Karsten Kordes setzte sich nach 28:51 Minuten knapp gegen seinen Teamkollegen Mirko Scherlitz durch. Der folgte sechs Sekunden später ins Ziel.

 

| Impressum | Kontakt | Sitemap |