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20.08. Hückeswagen
-sdi- Hückeswagen/ Ahlen. „Das war mein Profil“, schwärmte Gudrun Kraus nach ihrem Saisonhöhepunkt im oberbergischen Hückeswagen. Die Athletin des ASC Ahlen hatte gemeinsam mit ihrem Vereinskollegen Reinhard Kruse an der Triathlon-Mitteldistanz teilgenommen. Dabei hatten sie zwei Kilometer zu schwimmen, 74 Kilometer mit dem Rad zu fahren und 21 Kilometer zu laufen.
Im Wasser hatte Kruse noch die Nase vorn. Er absolvierte die zwei Kilometer in 40:45 Minuten. Kraus folgte nach 46:14 Minuten. Doch dann schlug die Stunde von Kraus. Auf der stark profilierten Radstrecke spielte sie ihre ganze Stärke aus, die sie sich in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Radkilometern in den Alpen antrainiert hatte. „In der ersten Runde habe ich mir die Strecke erst einmal angesehen“, sagte Kraus. Sie folgte damit genau den Empfehlungen der Organisatoren. Denn die Strecke vereinte einige schwierige Passagen, die den Athleten auch eine gute Technik abverlangten. Die letzten drei Runden fuhr Kraus allerdings ein sehr konstantes Tempo und ging damit auf Aufholjagd. Es waren aber nicht nur einige Frauen, die sie auf dem Rad einsammelte, auch Trainingskollege Kruse musste dran glauben.
Gemeinsam ging das ASC-Duo in die Wechselzone. Doch auf der Halbmarathonstrecke, vor der Kraus vor dem Wettkampf viel Respekt gezeigt hatte, setzte die Grundschullehrerin ihre Aufholjagd fort. Sie ging ein Tempo von knapp über fünf Minuten pro Kilometer an und wunderte sich selbst über ihre Leistungsfähigkeit. Denn bis zum Schluss wurde sie nur unwesentlich langsamer. In der letzten Laufrunde kontrollierte Kraus dann noch einmal die Gesamtzeit. „Ich habe gemerkt, dass ich noch unter 5:10 Stunden bleiben kann“, sagte sie. So holte sie sich die Motivation für die letzten Kilometer. Nach 5:09:32 Stunden kam sie als 16. Frau und Siegerin der W50 ins Ziel.
Kruse, der sich derzeit für den Marathon in Essen vorbereitet, merkte die vielen Laufkilometer in den Beinen. Ihm fiel der abschließende Halbmarathon deswegen um einiges schwerer. So folgte er nach 5:34:13 Stunden als 40. in der M45.
Silke Diecksmeier