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28.07 Alpe de Huez

 -sdi- Alpe d`Huez/ Ahlen. Es gibt wohl kaum einen Radrennfahrer, dem der Alpe d`Huez kein Begriff ist. Die 21 Kehren von Bourg d’ Oisans bis zum gleichnamigen Wintersportort gehören regelmäßig zum Programm der Tour de France und sind wegen ihrer extremen Steigung bereits zum „Mythos“ erklärt worden.

In diesen Sommerferien machten sich auch drei Triathleten des ASC Ahlen daran, diesen Mythos zu bezwingen. Oliver Diecksmeier, Dennis Jörke und Gudrun Kraus nahmen am international besetzten Alpe-d`Huez-Triathlon teil. 1200 Starter aus zahlreichen verschiedenen Nationen erzeugten schon am Start ein ganz besonderes Gefühl.
Zu Anfang galt es, 1200 Meter im Lac du Verney zu absolvieren. „Mit so vielen Leuten bin ich noch nie zusammen gestartet“, zeigte sich gerade Kraus zu Beginn nervös. Doch sie meisterte ihre Angstdisziplin bravourös und ließ sich auch von der Enge an den Wendebojen nicht aus dem Konzept bringen. Nach 26:52 Minuten wechselte sie auf das Rad.
Dennis Jörke (21:03 Minuten) und Oliver Diecksmeier (23:42 Minuten) hatten zu dem Zeitpunkt schon die ersten Meter hinter sich gebracht. Die erste Hälfte der 30 Radkilometer führte über einen verhältnismäßig flachen Parcours zum Alpe d`Huez-Anstieg. Dort warteten noch einmal über 14 Kilometer mit Steigungen von bis zu zwölf Prozent. Auf diesem Stück konnte Diecksmeier erstmals Zeit auf seinen Teamkollegen Jörke gutmachen. Bis zum Gipfel war der Vorsprung zusammengeschmolzen, so dass die beiden gemeinsam die letzten Radmeter absolvieren konnten. Nach 2:03 Stunden wechselten sie auf die 7,3 Kilometer lange profilierte Laufstrecke. Hier setzte sich Diecksmeier erwartungsgemäß ab und beendete den Wettkampf nach 2:33:56 Stunden. Jörke, der wegen einer langwierigen Verletzung in dieser Saison kaum Laufkilometer sammeln konnte, folgte nach 2:39:17 Stunden. Von den 1200 Startern platzierten sich beide klar im ersten Drittel.

Für Gudrun Kraus sollte es sogar noch um mehr gehen. Nach dem Schwimmen startete die Grundschullehrerin ihre Aufholjagd. „Ich habe am Berg total viele Leute überholt“, freute sie sich. Kein Wunder – hatte die Sendenhorsterin im Trikot des ASC Ahlen doch die zweitschnellste Radzeit in ihrer Altersklasse heruntergespult. Und es sollte noch besser kommen: Als sie nach 2:20:49 Stunden in ihre Sportschuhe geschlüpft war, setzte sie die schnellste Laufzeit oben drauf, und das obwohl sie sich nebenbei noch nach möglichen Wanderrouten umschaute. Erst spät realisierte sie, dass es für sie auch noch darum gehen könnte, die Drei-Stunden-Marke zu knacken. Die verpasste sie schließlich um sieben Sekunden, wurde aber gleichzeitig Zweite ihrer Altersklasse. „Das hat soviel Spaß gemacht. Ich musste mich erst einmal bei dem Freund bedanken, der mich zum Triathlon gebracht hat“, erzählte Kraus nach dem Wettkampf.

 

Bericht Silke Diecksmeier

 

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