28.08 Riesenbeck
-sdi- Riesenbeck/ Ahlen. Trotz einer langen und aufreibenden Saison motivierten sich einige Ahlener Triathleten noch zu einem Start beim Riesenbecker Triathlon. Doch die vorangegangenen Wettkämpfe waren nicht spurlos an den Wersestädtern vorbeigegangen. „Es war ganz schön schwer“, berichtete so auch Annika Gravemeier, die noch vor wenigen Wochen den Ironman in Frankfurt absolviert hatte und nun auf der Volksdistanz startete. Die (wahrscheinlich nicht ganz genau vermessenen) 600 Meter im Torfmoorsee absolvierte sie in 9:19 Minuten, fuhr auf der 33 Kilometer langen Radstrecke einen Schnitt von 36 Stundenkilometern und benötigte für die 5,8 Kilometer Laufen noch 27:09 Minuten. „Ich wusste die ganze Zeit nicht, an welchem Platz ich liege“, sagte die Athletin des ASC Ahlen. Umso mehr war sie überrascht, als sie nach 1:35:36 Stunden den 2. Platz in der Frauen-Gesamtwertung und den Altersklassensieg in der Hauptklasse errungen hatte.
Eine Langdistanz hatte in diesem Jahr auch Thomas Fischer wegzustecken. Trotzdem startete er in Riesenbeck noch auf der Kurzdistanz. Die 1,5 Kilometer Schwimmen absolvierte er in 25:21 Minuten, zeigte auf der 44 Kilometer langen Radstrecke einen guten Schnitt von über 33 Stundenkilometern und benötigte für die abschließenden zehn Kilometer 46:01 Minuten. Nach insgesamt 2:30:40 Stunden wurde er Zwölfter in der M40.
Susanne Hämmerling
Für eine faustdicke Überraschung sorgte Susanne Hämmerling. Nach einem guten Schwimmen (31:55 Minuten) legte sie einen Schnitt von 30 Stundenkilometern auf den Asphalt und war selbst erstaunt, welche Laufleistung sie noch anschließen konnte. „Ich bin noch eine 47er-Zeit gelaufen“, freute sie sich im Ziel. Trotz der guten 2:48:30 Stunden reichte es jedoch nicht für das Treppchen. Hämmerling wurde Vierte in der W30. Auf Rang fünf in dieser Altersklasse folgte Vereinskameradin Silke Diecksmeier. Zwar hatte diese nach dem Schwimmen (30:22 Minuten) noch die Nase vorn, verlor aber deutlich auf dem Rad. Nach 51:28 Minuten für die abschließenden zehn Kilometern kam sie nach 2:55:42 Stunden allerdings zufrieden ins Ziel. Schließlich hatte sie ihre Vorjahreszeit um fast 20 Minuten verbessert.
Katrin Müller, in Riesenbeck auf ihrer zweiten Kurzdistanz überhaupt unterwegs, lieferte sich bis zum Wechsel vom Rad auf das Laufen einen großen Kampf mit Diecksmeier. Dann jedoch machte sich eine Wadenverletzung aus den vergangenen Trainingswochen bemerkbar. Gehpausen waren die Folge. Trotzdem biss sich Müller durch und kam nach 3:02:46 Stunden ins Ziel. Der Durchhaltewillen machte sich bezahlt. Müller wurde Zweite in der weiblichen Hauptklasse.
Zwei Staffeln des ASC Ahlen waren ebenfalls am Start. Dennis Jörke, Heinz Reckendrees und Gudrun Kraus teilten sich die Volksdistanz und kamen nach 1:34:17 Stunden als Zwölfter ins Ziel. Nach 1:47:44 Stunden folgten Sabine Dahmen, Marita Brehe und Grit Grahl.
Kurios: Ralf Kläsener war gleich in zwei Winkhaus-Staffeln aktiv. In der ersten schwamm er, musste sich anschließend sofort bereit machen, um den Schwimmer der zweiten Staffel abzulösen und die Radstrecke hinter sich zu bringen. Die eine landete auf Rang 45, die andere auf Rang 47.
Silke Diecksmeier